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Xiphophorus xiphidium - Schwertplaty            HUBBS & GORDON, 1932


Fundgebiet:    Mexico, Tamaulipas

  • Rio Purification (Two Spot)
  • Zuflüsse des Rio Soto La Marina     (Halbmond)
  • Rio Santa Engracia (One Spot)

  • Verbreitungskarte X. xiphidium

    Natürliches Habitat:
    Die Art kommt in strömingsreichen Zuflüssen und Gräben mit starkem Pflanzenbewuchs und Schwimmpflanzendecke (Seerosen) vor. Die Heimatgewässer sind seicht und schlammig. Die bewachsenen Uferregionen bieten den Tieren Unterschlupf.

    Beschreibung der Art:
    Beschreibung der Art: Beide Geschlechter sind ca. 4-5 cm groß. Die Grundfärbung ist Graubraun, der Bauch ist hell. Bei dieser Art zeigen auch die Männchen einen "Trächtigkeitsfleck". Das Männchen ist am Gonopodium und seinem kurzen Schwert (daher der Name) zu erkennen. Es ist intensiver gefärbt. Alte Männchen (Alphatiere) haben oft 3-5 blaue bis violette Körperstreifen, die an verlaufene Tinte erinnern und nahezu den ganzen Körper überziehen können. Die Flossen sind transparent bis gelblich. Hochträchtige Weibchen wirken sehr rundlich.


    Anhand des Musters auf der Schwanzwurzel (abhängig vom Fundort) unterscheidet man 3 Typen:

    One-Spot
    Two-Spot
    Halbmond
    Angeblich handelt es sich bei der Form Halbmond vom Rio Soto la Marina um einen Naturhybriden mit X.variatus (Xiphophorus koszanderi). Diese Form pflegen wir, wie auch aus den Fotos ersichtlich ist.


    Haltung und Pflege:
    Diese empfindliche Art wird im Handel leider selten angeboten und im Aquarium gepflegt.
    Die friedlichen und bewegungsfreudigen Tiere sollte man nicht mit anderen Xiphophorus-Arten vergesellschaften wegen der großen Kreuzungsgefahr. Durch Hybridisierung entstehen teilweise sehr attraktive Mischformen.

    Eine Zuchtgruppe kann man in Becken ab 60cm Kantenlänge pflegen. Unser Xiphidium-Artbecken ist dicht beflanzt. Gerne wird unter Moosbüscheln oder im Pflanzendickicht Zuflucht gesucht. Schwertplatys brauchen sauberes Wasser, mit einem Nitratwert unter 20mg/l. Das Becken wird über einen Eck-HMF, hinter dem ein Powerhead für kräftige Strömung sorgt, gefiltert. Zur optimalen Hälterungstemperatur findet man widersprüchliche Angaben. An den Fundorten schwankt die Temperatur jahreszeitlich bedingt. Zum einen wird behauptet, dass X. xiphidium etwas kühler in unbeheizten Becken gehalten werden kann (Temperatur zwischen 18 bis max. 25C). Andere Quellen raten 28C als Optimum. Denkbar wäre, dass die Tiere von unterschiedlichen Fundorten unterschiedliche Ansprüche an die Wassertemperatur stellen und vielleicht auch mehr oder weniger tolerant bei Abweichungen sind. Wir praktizieren die kühlere Haltung.
    Unsere Tiere sind leider sehr stressanfällig. Transporte und Umsetzen in Becken ohne Pflanzenbewuchs (z.B. zu Quarantäne- zwecken) führen leider immer wieder zu Verlusten.

    Zucht:
    Die Zucht gestaltet sich meistens relativ unproblematisch, gelingt aber am besten in weichem Wasser.
    Schwertplatys sind leider kannibal. Im Becken bei den Alttieren kommt trotz vieler Versteckmöglichkeiten nur selten ein Jungfisch durch. Die Wurfabstände liegen zwischen 24 und 30 Tagen. die Wurfzahlen liegen um 10 Jungfische und überschreiten selten 30. Die Jungfische müssen mindestens 2x täglich gefüttert werden, am besten mit frisch geschlüpften Artemia- Nauplien. Bei zu warmer Aufzucht entwickeln sich unattraktive kleine Frühmännchen.

    Futter:
    Diese Allesfresser werden vielseitig und eiweißreich mit Tümpelfutter wie Cyclops, Daphnien, Mückenlarven sowie unterschiedlichem Flocken- und Frostfutter gefüttert. Oft stehen auch frisch geschlüpfte Artemien auf dem Speiseplan.

    Quellenangabe:

  • Baensch, Hans A. & Riehl, Dr. Rüdiger: Mergus Aquarienatlas Band 2
  • Stallknecht, Helmut: Lebendgebärende Zahnkarpfen, Tetra Verlag 2000
  • Aqualog - Alle Lebendgebärenden
  • Meyer, M., Wischnath, L., Foerster, W.: Lebendgebärende Zierfische - Arten der Welt. Mergus Verlag 1985




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