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Wildplaty - Xiphophorus maculatus "Juan Rodriguez Clara 1996"           
Fundort:
ein Teich an der Straße zur Ortschaft Juan Rodriguez Clara, Veracruz, Mexico - Mai 1996 (Kees de Jong)

Natürliches Habitat:
Wildplatys kommen normalerweise in flachen, sumpfigen Tümpeln und Weihern vor,
die in Verbindung mit Fließgewässern stehen.

Beschreibung der Art:
Diese attraktive Wildform zeigt eine große Vielfalt. Die Männchen werden ca. 3,5cm lang
und die Weibchen etwa 4,5cm, bleiben also etwas kleiner als X.maculatus-Zuchtformen.
Meine Tiere stammen aus zwei verschiedenen Quellen der DGLZ.

Der Wildplaty "Juan Rodriguez Clara" kann es - in der roten Form - farblich durchaus mit
so mancher Zuchtform aufnehmen. Anfangs waren die meisten meiner Tiere graubraun gefärbt - mit hell abgesetzter Kometzeichnung und dem maculatus-Fleck auf der Schwanzwurzel, die in der DGLZ verbreitete Form.


altes Weibchen der grauen Form

Die rote Form, die wir herausgezüchtet haben, hat einen orangefarbenen Schwanzstiel
und eine rote Schwanzflossenbasis. Die entsprechenden Weibchen und Jungtiere haben
nur einen ein schwach rötlich-orangenen Schimmer an der entsprechenden Stelle.
Erwachsene Männchen zeigen ein attraktives Rotorange, dazu dunkle Schuppenumrandungen und eine schwarz getüpfelte Rückenflosse. Alttiere haben eine golden umrandete Streifen- bis Fleckenzeichnung auf den Seiten, bei den Männchen teilweise mit Glanz- schuppen und Pfeffer- und Salz ähnlichen Pünktchen durchsetzt.

Haltung und Pflege:
In der Regel ist der Wildplaty ein sehr vermehrungsfreudiger Fisch, der an die Fütterung und Wasserqualität keine besonderen Ansprüche stellt. Die rötliche Varietät ist jedoch anfälliger und durchaus anspruchsvoll (Siehe Selektion und Besonderheiten). Regelmäßige wöchentliche Wasserwechsel sind wie bei allen Lebendgebärenden ein Muß. Ich halte meinen Zuchtschwarm in einem dicht bepflanzten 80cm-Artbecken.

Die Alttiere benötigen Wassertemperaturen von mindestens 23C, um sich wohl zu fühlen, die Jungtiere 25-26C.

Vergesellschaftung:
Diese seltenen schönen und friedlichen Platys hält man am Besten in einem Artbecken, eine Vergesellschaftung mit Guppys oder anderen kleineren friedlichen Fischen ist unproblematisch. Selbstredend sollte man sie wegen der Kreuzungsgefahr nicht mit anderen Platys (bzw. Xiphophorus-Arten) zusammenhalten.

Zucht:
Wie auch bei X.maculatus-Zuchtformen setzen die Weibchen nach einer durchschnittlichen Tragezeit von 24 Tagen zwischen 20-50 Jungfische ab, die dann ca. 5 mm groß sind. Bei ausreichender dichter Bepflanzung mit Javamoos und Hornkraut droht den Jungfischen wenig Gefahr durch die Alttiere.

Selektion und Besonderheiten:
Die "Roten" sind schon von jeher etwas kleiner und zarter als die graue Ursprungsform. Würde man den Stamm sich selbst überlassen und nicht selektieren, wären die Grauen bald wieder in der Überzahl und die Roten am Aussterben, wie schon bei anderen Züchtern geschehen.

Es werden nur rote Tiere zur Zucht angesetzt. Die Nachzuchten sind fast ausschließlich rot, nur gelegentlich fallen ein paar graue Tiere. Durch die Reinzucht (Grundlage war eine Vater-Tochter-Verpaarung) der roten Form sind die Fische sehr eng verwandt. Daraus ergeben sich einige Probleme für diesen Stamm, auf die der Züchter bzw. Halter achten muß. Für Anfänger ist der Stamm deshalb nicht zu empfehlen!

Es wäre schön, wenn andere Züchter sich dieser Form annehmen würden zwecks Austausch von Tieren zur Blutauffrischung.

Jungfische sind Grau mit durchsichtigen Flossen und typischem Streifenmuster
aus 3-5 Streifen.

Über das Auge zieht sich ein schwarzer senkrechter Strich.

Bei später rötlichen Tieren kann man jetzt schon bei guter Beleuchtung das Rot auf dem Schwanzstiel erahnen.

Futter:
Gefüttert wird bei mir abwechslungsreich mit Spirulina oder Guppyflocken, frisch geschlüpften Artemia-Nauplien oder Dekap, im Sommer oft Tümpelfutter wie schwarze und rote Mücken-
larven, Wasserflöhe, Cyclops etc. Die Jungfische ernähren sich darüberhinaus von Kleinstlebewesen im Javamoos.



Quellenangabe:
  • Kempkes, M. (1998) Aqualog alle Lebendgebärenden
  • Streibel, Georg (1999) Xiphophorus maculatus, Juan Rodriguez Clara 1996, DGLZ-Rundschau     Heft 1/99
  • Fundort:  Juan Rodriguez Clara,               Veracruz, Mexico





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