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Papageienplaty Zuchtformen - Xiphophorus variatus
 

Herkunft:          ursprünglich Mittelmexico, Einzugsgebiet des Rio Soto la Marina

Besonderheit:    schon bei der Wildform gibt es zahlreiche Lokalformen unterschiedlicher Färbung und Zeichnung ("variatus")

Merkmale:
Seitlich stark abgeflachte und schlanke Körperform, Männchen im Alter hochrückig. Männchen: 4-5 cm, Weibchen bis 7 cm

Haltung und Pflege:
Lebhafter und temperamentvolle Art, die große Becken (80 cm Kantenlänge) benötigt. Niedrige Temperaturen bis 16 Grad werden gut vertragen, hohe Temperaturen bis 30 Grad weniger gut. Der Papageienkärpfling wird oft für Anfänger empfohlen. Eine dichte Bepflanzung ist nötig, wenn Jungtiere durchkommen sollen.

Zucht:
Die Weibchen haben individuell regelmäßige Wurfabstände zwischen 24 und 30 Tagen und setzen 20-50 ca. 5mm große Jungfische ab. Die Männchen sind untereinander recht ruppig sein und zeigen oft eine Vorliebe für ein bestimmtes Weibchen, das permanent verfolgt und angebalzt wird. Bei ausreichender dichter Bepflanzung mit Javamoos und Hornkraut droht den Jungfischen wenig Gefahr durch die Alttiere. Die Zucht eines Hochzuchtstammes Papageienplatys kann durchaus schwierig sein. Bei hochflossigen Stämmen werden hochflossige Weibchen oft von den Männchen entweder ignoriert oder als Konkurrenten verjagt. Hier empfehlen sich 1:1-Ansätze oder Ansätze mit einem hochflossigem Männchen und 2-3 normalflossigen Weibchen.

Fütterung:
Der Papageienkärpfling ist ein Allesfresser, Pflanzennahrung (Algen) ist vorteilhaft. Meist sind sie recht kannibal gegenüber Jungfischen. Gefüttert wird abwechslungsreich mit Spirulina oder Guppyflocken, frisch geschlüpften Artemia-Nauplien oder Dekap, im Sommer oft Tümpelfutter wie schwarze und rote Mückenlarven, Wasserflöhe, Cyclops etc. Die Jungfische ernähren sich darüberhinaus von Kleinstlebewesen im Javamoos.


Zoohandel-Mix:

Im Februar 2004 entdeckte ich in einer Rostocker Zoohandlung Papageienplatys mit Blauspiegel, die meisten Tiere im Händlerbecken hatten jedoch schwärzliche Flossen. Ich suchte mir ein Pärchen mit rotem Schwanz und ansonsten farblosen Flossen heraus. Diese haben dann auch für Nachwuchs gesorgt. Sehr vital waren sie jedoch nicht und gingen mir schon sehr bald ein. Leider hatten diese Tiere auch eine verwaschene Mickey-Mouse Zeichnung, die hin und wieder bei den Nachzuchten auftaucht.
 

In der Zwischenzeit hatte ich die Nachkommen der "Blauen" noch einmal mit "normalen" Papageienplatys verpaart und leider hatte ich von diesem Zeitpunkt an fast ausschließlich Männchen in den Nachzuchten. Die weiße Grundfarbe hatte sich auch verloren. Diese Tiere waren vom "Sunset"-Typ, also gelblich-grün schimmernd auf den Seiten mit roter Schwanzflosse. Später entdeckte ich in einer Zoohandlung ein wunderschönes zitronengelbes Deltamännchen mit einer prächtigen Rückenflosse.

 

Wegen dem ständigen Männchenüberschuss, der sich über zwei Generationen unverändert fortsetzte, gab ich eins meiner Blauspiegelmännchen an unseren befreundeten Züchter Timo Teufert weiter, der aus dieser Verpaarung recht große und vitale Weibchen erzielte, die zum Teil einen recht intensiven Blauspiegel zeigen. Vier dieser Weibchen gingen zurück in meine Zucht. Das zweite Foto zeigt mein letztes Zuchtmännchen, bevor diese Linie im April 2006 von mir aufgegeben wurde. Das letzte Bild zeigt eins der derzeitigen Männchen dieses Stammes im März 2007 bei Timo.

   


Hochzucht-Stamm:

Im Herbst 2005 habe ich mir ein wunderschönes Pärchen Papageienkärpflinge mit Delta-Rückenflosse (wildfarbig blau) auf der DGLZ-Leistungsschau in Diemelsee ersteigert (Züchter Walter Altenbeck).

Die Tiere spalteten sich in Hoch- und Normalflosser auf, wobei die Hochflossigkeit leider schwer zu erhalten sind, solange normalflossige Tiere im Zuchtansatz schwimmen. Dieser Stamm ist großwüchsig und farbenfroh, die Männchen untereinander sehr zänkisch.

attraktives Ausgangsmännchen von W. Altenbeck


vielversprechende F1



Kurzflosser-Männchen


Hochflosser-Männchen


Tangerine:

Seit Februar 2007 haben wir ein Pärchen Tangerines schwimmen, eine sehr attraktive Zuchtform aus Asien. Der erste Wurf schwimmt, mal sehen was draus wird.
 

Vollrot:

Im April 2007 sahen und erwarben wir zwei Pärchen rote Variatus.
 



Quellenangabe:
  • Stallknecht, H. (2000) Lebendgebärende Zahnkarpfen




  • Copyright (c) 2008 Christiane Müsch