Scolichthys greenwayi
Rosen 1967
Ersteinführung: 1977 durch E. Schlosser, Wien

Fundgebiet:
Die Fische leben ursprünglich in Flußläufen im schattigen Regenwald.
Unsere Tiere stammen aus dem Rio Sachichaj, Alta Verapaz, Guatemala. Am Fangplatz hat der Fluß klares,
smaragdgrünes Wasser, welches zudem noch äußerst nährstoffarm ist.
Auf Dauer ist der Lebensraum von Scolichthys greenwayi durch Umweltverschmutzung und Tourismus
gefährdet, deshalb wären gezielte Nachzuchten auf breiter Basis wünschenswert.

Sachichaj Falls nahe Cobán


Bildquelle: http://www.lastfrontiers.com
Fotograf  : Edward Paine

Guatemala, Alta Verapaz


  • Rio Sachichaj
  • Rio Chixon Oberlauf
  • Rio Salinas
  • Rio Salba
  • Beschreibung der Art:
    Bei dieser relativ klein bleibenden ziemlich unscheinbaren Art werden die Männchen bis zu 3,5 cm und die Weibchen bis zu 5 cm lang.
    Dieser gewandte Schwimmer hat einen schlanken und schnittigen Körperbau. Die Grundfärbung variiert von blaugrünlich bis braungrau, die Tiere schimmern violett-bläulich an den Seiten, besonders am Bauch und auf dem Schwanzstiel. Entlang den Körperseiten haben sie bis zu 5 runde schwarze Flecken und einen mittigen schwarzen Streifen. Die Flossen sind durchsichtig bläulich-gelblich und haben einen glänzend blauen Rand. Männchen und Weibchen ähneln sich in Körperbau und Farbe, die Männchen sind etwas kräftiger gefärbt, haben eine schlankere Bauchlinie und ein langes Gonopodium.



    Haltung und Pflege:
    Das mindestens 50cm lange Becken sollte keinen zu hellen Standort haben, eine Schwimmpflanzendecke in einem Teil des Aquariums trägt zum Wohlbefinden von Scolichthys bei. Wasserhärte mittelhart bis 10°dGH und pH-Wert 7,0-8,0. Hälterungstemperatur zwischen
    20-26°C. Die Art kann gut mit anderen von der Größe her passenden friedlichen Fischen (Lebendgeb., Zwergcichliden) vergesellschaftet werden.

    Zucht:
    Jeden Monat bringen die Weibchen 10-30 Jungfische zur Welt, die man am besten mit Artemia-Nauplien und handelsüblichem Aufzuchtfutter großzieht.

    Futter:
    Flockenfutter, Spirulina, Futtertabletten und Artemia.

    Interessanter Link (Erstbeschreibung als pdf):
    New poeciliid fishes from Guatemala, with comments on the origins of some South and Central American forms.
    American Museum novitates ; no. 2303 ; Rosen, Donn Eric, 1967; New York, American Museum of Natural History


    Quellenangabe:
  • Voigt, Wolfgang: Scolichthys greenwayi ROSEN 1967, ein kaum bekannter Lebendgebärender, DGLZ-Rundschau 2/94
  • Baensch, Hans A. & Riehl, Dr. Rüdiger: Mergus Aquarienatlas Band 2
  • www.faszination-lebendgebaerende.de