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Verbreitungskarte:



Micropoecilia picta - Pfauenaugenkärpfling - Black Picta            REGAN, 1913
 
Natürliches Habitat:
In der Natur kommen Pfauenaugenkärpflinge in mild brackigem Wasser in Kanälen und Abzugsgräben an den Rändern von Sümpfen vor.

Beschreibung der Art:
Das Männchen des Schwarzen Pictas hat eine anthrazitfarbene Grundfärbung mit schwarz-geränderten Schuppen und schwarze Streifen auf dem Rücken. Die Rückenflosse ist farbig schwarz-gelb und die Schwanzflosse ist durchsichtig bis auf das rot umrandete "Pfauenauge" im oberen Schwanzteil, das namensgebende Merkmal. Richtig "pechschwarze" Männchen gibt es nur wenige, vermutlich färben sich die Alphamännchen dunkel. Solche Tiere haben blauviolette Glanzschuppen am oberen Rückenbereich. Die Männchen unserer Black Pictas wirken hochrückig. Sie werden 3-3,5cm lang. Die Weibchen sehen auf den ersten Blick aus wie Wildguppy-Weibchen.
Sie sind jedoch in der Grundfarbe heller und mehr grau. Den Trächtigkeitsfleck kann man nur direkt von hinten sehen. Die Weibchen haben außerdem einen charakteristischen dunklen Fleck am Rückenflossenansatz. Sie werden ca. 4-5cm lang.

Haltung und Pflege:
Dieser nahe Verwandte des Guppys wird leider nur selten im Aquarium gehalten. Im Handel wird man ihn vergeblich suchen. Dieser friedliche Schwarmfisch ist recht scheu. Gehalten werden unsere Pictas bei Wasserwerten von GH 12, kh 7-8, ph 7,5 - 7,7
und einer Wassertemperatur je nach Jahreszeit schwankend von 21C - 25C. Das Wasser wird leicht aufgesalzen mit jodfreiem Kochsalz, Salzmenge unter 1g/l. Ganz ohne Salz wurde auch probiert, dies führte jedoch zu bakteriellen Infektionen der Tiere. Wasserwechsel finden alle 14 Tage statt, gewechselt werden 40 Liter des 112 Liter fassenden Artbeckens.

Wichtig bei der Einrichtung eines Picta-Beckens sind Moorkienwurzeln, die einen gewissen Einfluss auf die Wasserqualität im Becken haben (Huminsäuren). Andere Züchter schwören auf Torf-Extrakt (Torumin) oder Erlenzäpfchen.

Balz und Zucht:
In unserem Artbecken kann man ständig balzende Männchen beobachten. Das Balzritual ist von dem des Guppys völlig verschieden und vollzieht sich sehr schnell. Das Männchen verfolgt zunächst die Auserwählte. Bleibt diese stehen, umkreist er sie mehrere Male. Manchmal kann auch ein Nippen des Männchens gegen die Afterregion des Weibchens beobachtet werden (Siehe Foto).
Rangkämpfe zwischen den Männchen sind nicht selten. Die Weibchen werfen alle 4 Wochen. Die Würfe umfassen 6 - 30 Jungtiere. Wenn ausreichend Versteck-
möglichkeiten vorhanden sind, werden ein paar Junge verschont, ansonsten sind die Tiere sehr kannibal.

Die Jungfische kann man in 12l- Becken bis zu einer Größe von ca. 1cm heranziehen, damit die Elterntiere keine Gefahr mehr sind. Dort füttert man sie 2-3 mal täglich mit frisch geschlüpften Artemien und zerriebenen Spirulina-Flocken.



Futter:
Gefüttert wird 2 mal täglich. Der Futterplan wird variiert und umfasst frisch geschlüpfte Artemien, Spirulinaflocke, Granulatfutter, Dekap, Züchterflocke, gefrostete rote und schwarze Mückenlarven und gelegentlich Cyclop-eeze sowie Tümpel-Lebendfutter.


Einige bekannte Picta-Stämme und ihre Fundorte:
  • "black" Picta - Playa Colorada (Puerto La Cruz), Cumana, Venezuela
  • "goldene" Picta - Mahacony river, Guyana (Staeck)
  • teilweise "rote" Picta - Laguna la Malaguena, Cumana, Venezuela
        (A.Pou)
  • teilweise "rote" Picta - Tucupita-Stamm (Orinoco-Delta) - Venezuela
  • "grüne" Picta - frz. Guyana
  • "graue" Picta - Demerara, brit. Guyana (Typuslokalität)
  • weitere Vorkommen sind in Surinam,Trinidad und Brasilien




  • Männchen der attraktiven roten Form:


    Quellenangabe:
  • Aqualog Alle Lebendgebärenden
  • http://www.minifische.de/miniextern/MicrPict.html
  • Günter Daul: Der Pfauenaugenkärpfling und Probleme seiner Haltung; DGLZ-Rundschau 2/2004



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