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Spiegelplaty Zuchtformen - Xiphophorus maculatus
       

Herkunft:
ursprünglich ruhige oder sehr träge fließende Wasserläufe und Tümpel

Merkmale:
Der Spiegelplaty ist seitlich stark abgeflacht und wird im Alter hochrückig. Die Männchen erreichen eine Größe von 3-3,5cm und die Weibchen bis 5cm. Der Blauspiegelplaty kommt der Urform am nähesten, es gibt Spiegelplatys in unzähligen Farbvarianten. Platys zählen zweifellos zu den attraktivsten und beliebtesten Aquarienfischen, vor allem für kleinere Becken.

Haltung und Pflege:
Der Platy ist normalerweise ein sehr vermehrungsfreudiger Pflegling und wird oft für Anfänger empfohlen. Ein Aquarium mit 60-80cm Kantenlänge reicht für einen Trupp von 5-6 Tieren aus, idealerweise 2 Männchen und 3-4 Weibchen. Die Hälterungstemperatur sollte zwischen 18-25 Grad betragen, weil gleichbleibend höhere Temperaturen zu frühreifen Zwergmännchen führen. Eine dichte Bepflanzung ist nötig, wenn Jungtiere durchkommen sollen. Platys fressen alles, auch Algen meist recht kannibal gegenüber Jungfischen.

Zucht:
Die Weibchen haben individuell regelmäßige Wurfabstände zwischen 24 und 30 Tagen und setzen 20-50 ca. 5mm große Jungfische ab. Die Männchen können untereinander recht ruppig sein und zeigen oft eine Vorliebe für ein bestimmtes Weibchen, das permanent verfolgt und angebalzt wird. Bei ausreichender dichter Bepflanzung mit Javamoos und Hornkraut droht den Jungfischen wenig Gefahr durch die Alttiere.

Platies kreuzen sich teilweise bereitwillig und fruchtbar mit einigen anderen Xiphos, wie zum Beispiel dem Schwertträger. Daher sollte man nie verschiedene Arten der Gattung Xiphophorus zusammenhalten. Bei gemischter Haltung wird jedoch das arteigene Sperma bevorzugt.

Fütterung:
Platys sind Allesfresser, sie vertilgen auch Algen. Meist sind sie recht kannibal gegenüber Jungfischen. Gefüttert wird bei mir abwechslungsreich mit Spirulina oder Guppyflocken, frisch geschlüpften Artemia-Nauplien oder Dekap, im Sommer oft Tümpelfutter wie schwarze und rote Mückenlarven, Wasserflöhe, Cyclops etc. Die Jungfische ernähren sich darüberhinaus von Kleinstlebewesen im Javamoos.


Vorstellung einiger von uns bzw. einem befreundetem Zücher gepflegter Formen:

1. Wagtail:
   
Der Wagtail-Platy hat einen meist einfarbigen Körper und schwarze Flossen sowie ein schwarzes Maul. Die Farben sollen klar abgesetzt sein, das heißt das Schwarz der Flossen sollte sich nicht bis auf den Körper ausdehnen. Dorsalrot gilt als Fehler dieser Farbform.


2. Pfeffer- und Salz und Nigra (Berliner):
   
Der Pfeffer- und Salz-Platy ist auf weißer oder gelber Grundfarbe fein getüpfelt und erwachsene Tiere zeigen einen Blauschimmer auf den Seiten; die Männchen sind meist stärker getüpfelt. Die Flecken werden zum Schwanz hin immer dichter. Die Fleckung neigt dazu, mit den Generationen immer größer zu werden. Dem sollte durch Zuchtauswahl entgegengewirkt werden, da die Tiere anfällig für Melanome sind.
Der Nigra-Platy hat eine mattschwarze Körperfärbung mit blauen bzw. grünlichen Glanzschuppen, besonders im Rückenbereich. Die Flossen sind durchsichtig und sollten möglichst keine schwarze Fleckung haben.


3. Tuxedo- Calico, Calico und Dorsalrot
   
Der Tuxedo-Calico-Platy hat eine keilförmige schwarze Zeichnung auf den Körperseiten.
Der Calico-Platy ist dreifarbig - auf weißer Grundfarbe hat er eine schwarze Tüpfelung und Schwanzstiel, Schwanz- und Rückenflosse sind rot gefärbt.
Der Platy Dorsalrot ist ein Calico ohne roten Schwanzstiel und Schwanzflosse. Auf weißer Grundfarbe hat er eine schwarze Tüpfelung und die Rückenflosse ist rot gefärbt.
Diese Typen sind ein einziger Platystamm, in dem diese drei Formen auftreten.


4. Marygold und Glowlight:
   
Der Marygold-Platy hat eine orangerote Körperfarbe mit einem aufgehellten gelblich- orangenen Fleck.von Kopf bis Körpermitte. Die Farbaufteilung sollte in etwa Hälfte-Hälfte sein.
Der Glowlight-Platy sieht dem Marygold-Platy farblich sehr ähnlich, unterscheidet sich jedoch durch einen gelben Farbspiegel auf den Körperseiten.


5. Blutendes Herz und Rot-Weiss:
 
Der Blutendes Herz-Platy hat eine hell rosa bis gelbliche oder weiße Grundfarbe, die Kehle und der Bauch sind blutrot gefärbt mit roten Streifen in Richtung Rücken nach oben. Unsere Blutenden Herzen haben auch teilweise eine Komet-Zeichnung. Besonders die Männchen neigen zu einer zu intensiven und in diesem Fall ungewollten Rotfärbung.
Der Platy Rot-Weiß ist Grundfarbe weißer Platy, bei dem das Dorsalrot sich über den Rücken bis zum Bauch ausdehnt. Die Farbverteilung ist spiegelverkehrt zum blutenden Herz und erinnert an einen rot- weißen Koi Schwertträger.



6. Koralle:
 
Der Korallen-Platy ist über Kopf, Körper und Flossen blutrot oder korallenrot, die Ränder der Flossen schimmern teilweise weislich. Der Korallenplaty hat eine um einen Wirbel verkürzte Wirbelsäule, was dem Fisch ein noch kompakteres Aussehen verleiht, aber seiner Schwimmfähigkeit in keinster Weise schadet und deshalb nicht als Qualzucht oder Deformation anzusehen ist.



Quellenangabe:
  • Stallknecht, H. (2000) Lebendgebärende Zahnkarpfen




  • Copyright (c) 2008 Christiane Müsch