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Girardinus metallicus - Metallkärpfling            POEY, 1854
Fundort:
Kuba und Costa Rica
Natürliches Habitat: langsam fließende oder stehende und teilweise brackige Gräben und Wasserläufe

Geschichte:
Die Art wurde 1906 erstmalig in die Aquaristik eingeführt, ist aber wieder verschwunden. Danach war sie 1936 kurzzeitig in den Aquarien vorhanden. 1965 kamen mit kubanischen Ausstellern Metallkärpflinge zur Leipziger Messe, die dem Zoologischen Garten überlassen wurden. Unter den Nachzuchten gab es einzelne Männchen, die eine zitronengelbe Körperfärbung hatten und an der Unterseite vom Maul bis zum Schwanz eine intensive Schwarzfärbung. Die unterschiedlichen Färbungen der Männchen waren sogar mit unterschiedlichem Balzverhalten gekoppelt (PEDERZANI 1966). Erst 1984 gelang es Stallknecht durch Auslese, die schwarzbäuchige Form zu festigen.

Im Jahre 1985 setzte man Tiere in ihr ursprüngliches Vorkommen in Cuba zur Moskitobekämpfung aus.

Beschreibung der Art:
Beide Geschlechter haben eine silbrige oder goldene Färbung mit metallischem Glanz. Senkrechte teilweise winklig geknickte Glanzstreifen in irrisierendem Hellblau über-
ziehen den Körper. Die Rückenflosse hat einen markanten schwarzen Fleck im unteren Teil. Sehr auffällig sind die hellblau schimmernden Augen, die auch schon die Jungtiere besitzen.

Die Männchen sind stark abgeflacht, bei der schwarzbäuchigen Variante viel kleiner
(3-4cm) und nicht so füllig wie die Weibchen. Das Gonopodium des Männchens ist sehr lang. Weibchen können bis zu 7cm lang werden. Der Trächtigkeitsfleck bei den Weibchen ist nur von hinten sichtbar und ziemlich klein.

Variante Schwarzbauch: Die Männchen dieser Variante sind sehr leicht an der schwarzen Färbung im Bereich des Maules bis zum Gonopodium zu erkennen. Die Schwarzfärbung setzt sich auf dem Gonopodium fort. Auch der Kopf kann nahezu komplett schwarz gefärbt sein.(Siehe Fotos)

Variante Gelbbauch: Die Männchen dieser Variante zeigen einen leuchtend zitronengelben Bauch.



Außerdem soll es eine gescheckte Variante geben.

Haltung und Pflege:
Diese friedliche aber sehr lebhafte Art kann in Becken ab 60cm Kantenlänge gehalten werden. Die Fische sind gesellig und streifen oft in größeren Trupps zur Futtersuche umher. Eine Haltung im Gesellschaftsbecken mit anderen friedlichen Arten ist möglich.
Dichte Bepflanzung bietet den Jungfischen Schutz und Versteckmöglichkeiten für die von den Männchen stark getriebenen Weibchen. Die Temperatur sollte für diese wärmeliebende Art zwischen 24-26C liegen. Die Tiere gedeihen am besten in mittelhartem bis hartem Wasser und ein leichter Salzzusatz hat sich als vorteilhaft erwiesen. Regelmäßige Wasserwechsel und gute Durchlüftung tragen zum Wohlbefinden bei.

Zucht:
Die Zucht des Metallkärpflings ist normalerweise unproblematisch. Man sollte ein Männchen mit 2-3 Weibchen ansetzen, weil diese sonst zu sehr bedrängt werden.
Ich habe festgestellt, dass grade geschlechtsreif gewordene Jungweibchen für die Männchen am attraktivsten sind und nicht die großen ausgewachsenen, die werden teilweise sogar ignoriert. Das Weibchen wirft ca. alle 23-25 Tage meist zwischen 15-40 Jungtiere, 60 bis zu 100 Jungtiere sind jedoch bei sehr großen Weibchen möglich. Diese sollten zur weiteren Aufzucht und um sie vor den hungrigen Mäulern der Alttiere zu bewahren in ein Aufzuchtbecken mit Schwammfilter überführt werden. Die neu-
geborenen Jungen nehmen sofort frischgeschlüpfte Artemia und Staubfutter an. Hinsichtlich des Kannibalismus gegenüber Jungfischen finden sich in der Literatur jedoch widersprüchliche Angaben.

Futter:
Die Tiere ernähren sich von Algen und Aufwuchs, Mückenlarven, Tubifex und anderem Lebendfutter. Pflanzliche Nahrung ist sehr wichtig! Zur Ergänzung kann hochwertiges Flockenfutter gereicht werden. Man hat festgestellt, dass die Männchen sich weitgehend vegetarisch ernähren, während Jungfische im Wachstum und Weibchen zum Laichansatz auch tierisches Eiweiß benötigen.
Fundort:  Cuba und Costa Rica



Quellenangabe:
  • Helmut Stallknecht: Lebend-
        gebärende Zahnkarpfen,
        Tetra Verlag 2000
  • Peter W. Scott: Lebendge-
        bärende Fische, Handbuch zur
        Haltung und Zucht,
        Tetra Verlag 1989
  • http://www.aquanet.de/homepages/
        kochsiek-aqua/Lewildform.html



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