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Guppy-Zuchtform Doppelschwert Störzbach
Wie wir dazu kamen:
Eines schönes Tages ganz unverhofft, fiel aus der blonden Linie unserer DS Grau Bunt ein Männchen mit der Deckfarbe Störzbach Metall. Zunächst waren wir etwas verwundert und wußten nicht, was wir da vor uns hatten.


erstes Störzbach Männchen, der "Urvater"

Merkmale und Besonderheiten von Störzbach:
  • dunkle Schuppenränder auf Grundfarbe Grau geben dem Metallglanz ein stumpfes Aussehen
  • ursprünglich metallisches Hellblau
  • stark verzögerte körperliche Entwicklung
  • Minderwuchs (wahrscheinlich inzuchtbedingt), ist bei unseren Fischen nicht so der Fall
  • Mängel bei der Beflossung: nicht ganz durchgefärbte Flossen, faserige Schwerter, unterschiedliche Schwertlänge
  • geschlechtsgebundene Farbgene beeinflussen die Farbgebung des Störzbach Metall


  • Die Tiere erschienen uns zur Weiterzucht interessant, da man diese Deckfarbe sehr selten sieht. Aufgrund der Probleme und Schwierigkeiten mit Störzbach Metall, haben viele Züchter diesen schönen Stamm wohl schon aufgegeben. Bei uns gab es bisher besonders Probleme mit den 3-fach rezessiven albino-blonden Störzbach. Diese überlebten meistens nicht sehr lange.

    Albinoblondes Männchen mit blondem Weibchen

    Um die Vitalität eines Störzbach DS Stammes zu erhalten, muß man öfter mal einen Wiener Smaragd Stamm ankreuzen. Nach der Einkreuzung eines Grundfarbe Grau WSDS Stammes gab es jetzt auch Störzbach auf Grundfarbe Grau. Es ist jedoch durch die dunklen Schuppenränder nicht ganz so attraktiv wie auf Blond oder Albino.


    Störzbach Männchen Grundfarbe Grau

    Geschichte von Störzbach:
    Im Jahre 1969 wurden auf einer Berliner Guppyausstellung erstmalig Fische mit dieser Deckfarbe ausgestellt. Der Züchter und Namensgeber war Dr. Otto-Michael Störzbach. Danach nahmen sich andere Züchter dieser Form an, sie erlangte jedoch wenig Popularität, wegen den Mängeln an der Flossenform und der komplizierten Genetik. Bald auf keiner Ausstellung mehr gezeigt, führten die Störzbach Stämme ein Schattendasein. Glücklicherweise wurde der verlorengeglaubte Stamm zufällig von Horst Schimmelpfennig bei einem Berliner Guppyzüchter wiedergefunden. Dieser Züchter hatte den Stamm über Jahre im Geheimen gehalten, ohne ihn irgendwo auszustellen.

    Schimmelpfennig nahm sich daraufhin des Stammes an. Die Showqualität hatte er in den Jahren der Versenkung weitestgehend eingebüßt, deshalb kreuzte Schimmelpfennig einen grünen Wiener Smaragd Untenschwert Stamm ein. Niemand anders interessierte sich anscheinend so richtig für die Störzbachs, andere Züchter brachten die Tiere immer wieder zurück. Anscheinend haben sich aber im Berliner Raum ein paar Populationen innerhalb der DGF halten können. Unsere Tiere gehen höchstwahrscheinlich auch auf die Berliner Guppyszene zurück.

    Geschichte von unseren Störzbach-Tieren:
    Unser Ausgangsstamm DS Grau-Bunt stammt ursprünglich von Hans Luckmann, im Mai 2003 bekam Michael ein DS Albino Männchen von Claus Osche, dass bei Kenneth Duelund in Dänemark aus Osches Wiener Smaragd Stamm gefallen war. Diese Tiere gehen zurück auf Antonia von Preuss, die damals auch Störzbach Guppys züchtete und wir vermuten, dass da vielleicht mal ein Fisch gesprungen ist. Eine Kreuzung eines Störzbach DS mit einem Wiener Smaragd ergibt in der F1 100% Wiener Smaragd. Das spannende an rezessiven Genen ist, dass man sie über viele Generationen "mitschleppen" kann, ohne dass sie sich zeigen - und zwar auf Fischen, die spalterbig für das Merkmal sind. Kenneth züchtet mittlerweile auch einen wunderschönen Störzbach-Stamm allerdings als Untenschwert. Dies scheint ein Argument zu sein, dass für diese Theorie spricht. An eine Spontanmutation glauben wir nicht.


    zwei schöne Zuchtmännchen, noch mit leichten Mängeln

    Zuchtziel:
  • Vitalität
  • homogene grüne oder gelbe Farbe
  • durchgefärbte Rückenflosse
  • standardgerechte, gleichlange Schwerter


  • Genetik:
  • Y-gebundenes Doppelschwert
  • autosomal rezessives Störzbach
  • geschlechtsgebundene Farbgene
  • teilweise spalterbig auf Grundfarbe Albino



  • Copyright (c) 2008 Christiane Müsch