Carlhubbsia stuarti - junges Männchen Carlhubbsia stuarti - junges Weibchen
Carlhubbsia stuarti - Stuarts Kärpfling
Rosen & Bailey, 1959
Ersteinführung: 1977 durch SCHLOSSER nach Österreich und Deutschland

Fundgebiet:
Unsere Exemplare wurden im Jahre 2000 aus einem Zufluss des Izabal-
Sees von Coll. McAllister und Palner gesammelt.
Die Art hat ein ziemlich kleines Verbreitungsgebiet, und zwar nur im Flußsystem des Rio Polochic und im Izabal-See im Westen Guatemalas, wobei die Art im Izabal-See vermutlich nicht oder nur selten vorkommt. In der Literatur sind nur Zuflüsse zum See als Fundorte genannt. Die Zuflüsse zum See sind dicht bewachsene Gewässer mit starker Strömung und weichem bis mittelhartem Wasser.
In der Umgebung des Sees werden außerhalb der Trockenzeit mit dem See in Verbindung stehende morastige und sumpfige Tümpel mit von Algenblüte trübem Wasser und um die 30 Grad warmen Wasser als Habitat angegeben.

In ihrem natürlichen Vorkommen sind sie vergesellschaftet mit:
Xiphophorus helleri, Xiphophorus maculatus, Gambusia luma, Poecilia butleri, Belonesox belizianus und verschiedenen Cichlasoma-Arten.

Beschreibung der Art:
Die Tiere sind ziemlich hochrückig und werden 4,5 - 5cm groß. Die Grundfarbe ist graubraun, beide Geschlechter haben dunkle Querstreifen auf dem metallisch glänzenden Körper. Die Augen sind auffallend groß. Das Männchen hat ein langes dünnes Gonopodium und ist schlanker. Die Rückenflosse des Männchens ist an der Kante geschwärzt. Darunter befindet sich ein gelbliches bis orangenes Band. Brust- und Bauchflossen besitzen einen gelblichen Schimmer.
Das Weibchen ist rundlicher und kräftiger und besitzt einen Trächtigkeitsfleck.

Haltung und Pflege:
Diese friedlichen und geselligen Tiere fühlen sich in Becken ab 50cm
Kantenlänge am wohlsten. Sie bevorzugen leicht bewegtes, sauerstoffreiches
und sauberes Wasser. Sie sind lebhafte und recht scheue Pfleglinge, die dichten
Wasserpflanzenbewuchs (in der Natur Vallisnerien und Hornkraut) für ihr Wohl-
befinden brauchen. Ihre dezente Schönheit kommt im Aquarium am besten
durch moderate Beleuchtung zur Geltung. Sie lassen sich gut mit anderen
Fischen vergesellschaften.

Zucht:
Die Vermehrung dieser Art gelingt ziemlich leicht. Die Weibchen werfen
monatlich zwischen 10 und 40 etwa 6-8mm große Jungfische. Diese sollten
in den ersten Lebenswochen mit frisch geschlüpften Artemia-Nauplien und
Algen aufgezogen werden. Die ausgewachsenen Tiere stellen den Jungen bei
ausreichender Fütterung nicht nach. Die Tiere sind nach 3-4 Monaten geschlechtsreif. Jedoch wird in der Literatur berichtet, dass nach wenigen Generationen Probleme mit heranwachsenden Tieren auftreten, was die
Art zum Problemfisch macht.

Futter:
Diese Allesfresser werden abwechslungsreich mit Tümpelfutter wie Cyclops,
Daphnien, Mückenlarven sowie unterschiedlichem Flocken- (Züchterflocke,
Spirulina, Cyclop-eeze) und Frostfutter gefüttert. Oft stehen auch frisch
geschlüpfte Artemias auf dem Speiseplan.
Fundort:   Zentralamerika - Guatemala und Belize

  • Río Polochic System - Alta Vera Paz
  • Rio Dulce
  • Rio Sebol
  • Lake Izabal




  • Quellenangabe:
  • www.akvarieforum.no
  • www.fishbase.org
  • http://fishbase.sinica.edu.tw
  • http://filaman.ifm-geomar.de
        /Country/CountrySpeciesSummary.cfm?
        Country=Guatemala&Genus=Carlhubbsia&Species=stuarti
  • Aqualog - Alle Lebendgebärenden
  • Baensch, Hans; Riehl, Dr. Rüdiger:
        Mergus Aquarienatlas Band 4
  • Carlhubbsia stuarti Rosen & Bailey 1959 von Cor van de
        Sande, Amsterdam; DGLZ-Rundschau 4/94
  • www.faszination-lebendgebaerende.de