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Brachyrhaphis hessfeldi - Rotstreifen-Kärpfling            MEYER & ETZEL, 2001
Fundort:
einziger bislang bekannter Fundort dieser Art: 200m westlich von Palenque, Colón, Panama,
östlich der Kanalzone
Synonyme: Brachyrhapis spec. "Palenque" bzw. Brachyrhaphis spec. Fundort 35

Natürliches Habitat:
2m breites und 30cm tiefes Fließgewässer mit milchig-trübem Wasser,
Temperatur 22-29C, pH-Wert 5,0-7,1; GH < 1dGH

In ihrem natürlichen Vorkommen sind sie vergesellschaftet mit:
B. cf. parismina, Rivulus spec. (Killifischen) und Grundeln

Beschreibung der Art:
Die Art ist eine der am schönsten gefärbten Brachyrhaphis-Arten, und zwar beide
Geschlechter. Der auf grau-brauner Grundfarbe an den Flanken metallisch-bläulich
schimmernde Fisch hat 3-4 hellrote Längsstreifen. Den ganzen Fisch überzieht ein
dunkles Netzmuster. Die Rückenflosse ist gelborange gebändert und die Schwanz-
flosse gelblich, ebenso die Schwanzwurzel. Alle Flossen haben weißlich- bläuliche Kanten.
Der Augenring ist hellblau. Beide Geschlechter haben an der Afterflosse eine kommaförmige schwarze Zeichnung. Die Art ist eng verwandt mit B. episcopi.

Das Männchen erreicht eine Größe von 3,5-4 cm, ist schlanker als das Weibchen und etwas intensiver gefärbt. Das bis zu 5cm große Weibchen ist kräftiger und fülliger und hat eine sichelförmig ausgezogene Afterflosse.

Haltung und Pflege:
Friedlichste Brachyrhaphis-Art. Dieser herrlich gefärbte Kärpfling sollte immer in einer
größeren Gruppe von 3-5 Paaren in einem Artbecken in weichem Wasser < dGH5 gepflegt werden. Die sehr schwimmfreudigen und temperamentvollen Fische benötigen Aquarien
ab 80 cm - besser 100 cm Kantenlänge.
Die Hälterungstemperatur sollte 22-29 Grad betragen. Bodengrund aus Sand und guter Pflanzenbewuchs trägt zum Wohlbefinden bei. Im Gesellschafsbecken verhalten sich die
Tiere teilweise ruppig. Angeblich ist die Art anfällig gegen Darmkrankheiten und Bakterien. Regelmäßige Wasserwechsel von 50% pro Woche haben sich bewährt.

So sieht unser 80cm Artbecken für B. hessfeldi aus:

Zucht:
Es werden gut bepflanzte, ruhig stehende größere Zuchtbecken von mindestens 100 Litern empfohlen. Nach ca. 28 Tagen wirft das Weibchen bis zu 40 Jungtiere. Die Eltern stellen den Jungtieren bei guter Fütterung kaum nach. Die Jungfische ernähren sich zunächst von feinster Aufwuchsnahrung (algenbewachsene Steine o.ä.), Artemia sollte nur als Nahrungsergänzung gereicht werden.

Neugeborener Jungfisch von Brachyrhapis hessfeldi im Pflanzendickicht. Schon die Kleinsten haben die hübsch ausgezogene Afterflosse mit der schwarzen Kommazeichnung

Futter:
Zur Zucht füttert man die Alttiere am besten mit schwarzen Mückenlarven, hauptsächlich Lebend- und Frostfutter. Flockenfutter sollte nur gelegentlich den Speiseplan ergänzen.
Bei ausreichend vorhandenen Versteckmöglichkeiten kann man Brachyrhapis hessfeldi auch mit Zwerggarnelen vergesellschaften, die gerne als willkommene zusätzliche Futterquelle genutzt werden.
Fundort:  Mittelamerika
Peovinc Colón, Panama



Quellenangabe:
  • Hieronimus,H.: Brachyrhaphis hessfeldi
    MEYER & ETZEL 2001, ein neuer Lebendgebärender aus Panama; DGLZ-Rundschau 1/2001
  • http://www.nothobranchius.de/
    html/brachyrhaphis_hessfeldi.html




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